Um eingeklemmte Personen bei Verkehrsunfällen aus ihren Fahrzeugen befreien zu können, besitzen viele Feuerwehren heutzutage hydraulische Rettungsgeräte, im Sprachgebrauch auch unter dem Namen "Schere und Spreizer" bekannt. Diese Rettungsgeräte ermöglichen es bespielsweise deformierte Türen von Fahrzeugen zu öffnen, Dächer abzutrennen und Pedale, Lenkräder etc. zu bewegen.
Am häufigsten in Gebrauch sind dabei die Rettungsschere und der Spreizer, außerdem gibt es noch Hydraulikzylinder zum Auseinanderdrücken von Fahrzeugteilen. Die Rettungsschere ist im Prinzip eine überdimensionale Blechschere. Sie wird von einem Hydraulikzylinder angetrieben und kann z.B. Fahrzeugholme oder Lenkräder durchtrennen.
Der Spreizer kann benutzt werden, Teile auseinander zu drücken um so bspw. Türen zu öffnen. Außerdem können mit ihm auch Teile zusammengedrückt werden. So können Fahrzeugholme vor dem Durchtrennen mit der Rettungsschere zusammendgedrückt werden wenn sie sonst zu große für die Öffnungsweite der Schere wären.
Durch die fortwährende Verbesserung der passiven Sicherheit in Fahrzeugen, ist bei einem Unfall auch die Technik der Rettungsorganisationen immer stärker gefordert. Airbags, Seitenaufprallschutz und Gurtstraffer sind nur einige Stichworte von Sicherheitssystemen die die Fahrzeuginsassen schützen, der Feuerwehr aber bei einem Unfall die Arbeit erschweren.
Airbags und Gurtstraffer sind mit intelligenten Auslösemechanismen ausgestattet so dass diese nicht bei jeder Art von Unfall ausgelöst werden. Trotzdem sind ihre Auslösemachanismen aber so konstruiert, dass sie oftmals auch noch nach einem Unfall und auch nach dem Untebrechen der Stromversorgung (Batterie) auslösen können. Daher ist beim Druchtrennen von Fahrzeugholmen bspw. immer Vorsicht geboten denn mitunter befindet sich in ihnen ein interakter Airbag oder ein Gurtstraffsystem.
Auch der Seitenaufprallschutz stellt die Rettungsgeräte vor neue Herausforderungen. Sehr gut geschützte Fahrzeuge bieten nach einem Unfall auch den Rettungsgeräten einen erhöhten Widerstand und erfordert oft längere Arbeiten um die Verletzten retten zu können.