"Gefahren auf Bahnanlagen" lautete das Unterrichtsthema beim allgemeinen Dienst am Freitag, den 30.01.09 um 19.00 Uhr im Gerätehaus.
Marc Wilhelms, ein Kamerad von der Feuerwehr Lehrte, führte diesen Dienstabend durch und legte die Schwerpunkte auf die Sicherheit der Einsatzkräfte bei Einsätzen auf Gleisanlagen.
In der Vergangenheit wurde auch die Ortswehr Dollbergen zu Einsätzen auf den Anlagen der Bahn alarmiert, um z.B. Flächenbrände zu löschen oder auch bei Unfällen mit Personenschaden technische Hilfe zu leisten.
Viele Gefahren oder Schwierigkeiten stellen sich bei Einsätzen auf Gleisanlagen als wesentlich problematischer dar, als z.B. auf einer Straße. Ein Zug darf über 700 Meter lang sein. Wenn man von einem Unfall mit zwei Zügen ausgeht, kann sich so im schlechtesten Fall eine Einsatzstelle von bis zu 1,5 km Länge ergeben.
Bei einem Wohnungsbrand kann man die Hauptsicherung ziehen und das Problem der Elektrizität ist beseitigt. Bei einem Brand auf den Gleisen kann man nur die Abschaltung des Fahrdrahtes veranlassen, allerdings verbleiben dann noch 8000 Volt Restspannung. Eine Erdung, welche zur Abführung der Spannung führt, kann nur durch den Bahnmanager durchgeführt werden. Allerdings kann es bis zu einer Stunde dauern, bis dieser vor Ort ist.
Diese und weitere problematische Situationen wurden erläutert und lebenswichtige Verhaltensweisen besprochen. Anschließend sahen wir einen Film über einen ICE-Triebkopfbrand. Wir konnten sehen, mit welchen Schwierigkeiten die Feuerwehr zu kämpfen hatte und wie schwer es war, überhaupt einen Löscherfolg in der „Technikfestung ICE“ zu erlangen.
Der lehrreiche und interessante Dienst endete gegen 22.00 Uhr.