Bereits im vierten Jahr in Folge hieß es am zweiten Wochenende im Januar für die Kameraden der 3.Gruppe sowie ihre Partner "Koffer packen - auf zur Gruppenfahrt".
Nach dem die Ziele in den letzten Jahren Berlin, Köln und Stuttgart hießen, führte die Reise dieses mal unter dem Motto "volles Vertrauen" nach Hamburg.
Da eine einfache Stadtbesichtigung natürlich kein Grund einer Gruppenfahrt sein sollte, hat sich ein Gruppenmitglied dieses Mal etwas Besonderes einfallen lassen. Das erste Abenteuer führte uns zu den dunklen Seiten Hamburgs ins "Hamburg Dungeon". Hier wurden uns Hamburgs geschichtliche Hauptereignisse, verpackt mit Grusel und Nervenkitzel, näher gebracht.
Von der Jahrhundertflut über die Pest bis zur großen Brandkatastrophe. Eine Kameradin wurde z.B. während des Mittelalters von einem Gericht der Hexerei beschuldigt und schuldig gesprochen. Sie sollte am darauf folgenden Tag um 10:00 Uhr auf dem Rathausplatz auf einem Scheiterhaufen verbrannt werden. Dazu kam es natürlich nicht und wir haben sie auch wieder heile und im Ganzen mit nach Hause gebracht. Am Ende hatte jeder von uns einmal das Vergnügen mitzuerleben, wie es damals gewesen sein musste gehängt zu werden. Uns allen hat das "Dungeons" viel Spaß gemacht. Es war mal eine andere Art sich mit der Geschichte der Stadt auseinander zusetzen.
Nach einer kurzen Kaffeepause lernten wir die Welt mit anderen Augen zu "sehen". Im "Dialog im Dunkeln" kann man einen kleinen Einblick in die Welt eines stark sehbehinderten bzw. blinden Menschen erlangen.
Jeder von uns bekam einen Blindenstock in die Hand, und in einer Gruppe von acht Personen führte uns ein sehbehinderter oder blinder Guide durch die verschiedenen Räume. Hier wurden Alltagssituationen dargestellt, die jeder Blinde Tag für Tag meistern muss. Wir waren nur auf unser Gehör und unseren Tastsinn angewiesen. 1,5 Stunden in völliger Dunkelheit haben uns gezeigt, was diese Menschen leisten müssen um durch den Alltag zu kommen. Vor allem mit viel Vertrauen in ihre Sinne sowie mit viel Vertrauen auch in ihre sehenden Mitmenschen.
Danach war erstmal eine Stärkung nötig. Wir kehrten zum Abendessen bei einem Brasilianer ein und zogen anschließend noch für ein oder zwei Getränke in eine Gaststätte weiter.
Am nächsten Morgen, nach einem "kleinen" Frühstück, war wieder völliges Vertrauen gefragt. Natürlich gehört in Hamburg eine Hafenrundfahrt dazu. Jedoch ist dies keine normale gewesen... Bei mehreren Minusgraden und einer fast nahtlosen Eisschollendecke im Hafen gestaltete sich dies nicht so einfach.
Zwischendurch hatten wir zeitweise das Gefühl dem Eis ausgeliefert zu sein, fest zustecken und auf Hilfe warten zu müssen. Worte vom Kapitän wie "Man oh man!" ließen uns schon ein wenig schlucken und hoffen. Nachdem wir danach ins Fahrwasser eines größeren Schiffes gerieten und doch recht stark ins Schwanken kamen, waren wir anschließend froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Aber immerhin können wir sagen, dass dies nicht jedem zu Teil wird sich in Hamburgs Hafen durchs Eis kämpfen zu dürfen.
Alles in allem war es mal wieder eine schöne, spaßreiche und sogar lehrreiche Fahrt. Dann kann ja bald das Planen der nächsten Gruppenfahrt für´s nächste Jahr begonnen werden.....!