Am Samstag haben wir mit unserem LF 16Ts an der Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft IV teilgenommen. Zur Regionsfeuerwehrbereitschaft IV gehören Feuerwehren aus den Städten Burgdorf, Lehrte und Sehnde sowie aus der Gemeinde Uetze. Wir gehören dem "ersten Zug" an, auch Wassertransport-zug genannt. Eine Bereitschaft besteht in der Regel aus vier Zügen. Neben unserem LF 16 Ts gehören die Tanklöschfahrzeuge aus Hänigsen, Ahlten und Höver sowie das LF 16 Ts und der Einsatzleitwagen (Führungsfahrzeug) aus Uetze zu unserem Zug.
Die Feuerwehr Uetze konnte an dieser Übung nicht teilnehmen, als Führungsfahrzeug half das MZF aus Hänigsen aus. Bereits um 06.00 Uhr trafen wir in Höver auf die anderen Fahrzeuge unseres Zuges, nach kurzer Besprechung fuhren wir nach Müllingen, wo wir auf die anderen drei Züge trafen. Vor Ort erfuhren wir, dass das Übungsgebiet im Springerbreich liegt, näheres war jedoch noch nicht bekannt.
In Springe angekommen erhielten die Zugführer ihre Aufträge. Die angenommene Lage war ein Flugzeugabsturz im Deister wobei eine Menschenrettung und Brandbekämpfung durchzuführen waren.
Die Schwierigkeit dabei lag vor allem im Gelände. Zum Einsatzgebiet gab es nur eine schmale und kurvige Strasse mit 15 % Steigung und ca. 200 Meter Höhenunterschied. Wir bekamen den Auftrag das Gebiet für den nachrückenden Rettungszug zu sichern, sprich die Brandbekämpfung zu übernehmen. Die Menschenrettung aus dem Hauptteil des Flugzeuges sollte ein anderer Zug übernehmen. Zum späteren Zeitpunkt erhielten wir nun doch den Auftrag der Menschenrettung, so dass Kräfte aus Dollbergen unter Atemschutz noch eine Person lebend aus dem Wrack retten konnten.
Ziel solcher Übungen ist es, das Zusammenspiel der verschiedenen Züge, aber vor allem der verschiedenen Feuerwehren, in einem Zug zu trainieren und zu verbessern.
Dieses ist und bei dieser Übung gut gelungen, die Zusammenarbeit im Zug war hervorragend. Wir konnten gegen 15.00 Uhr unser Fahrzeug wieder Einsatzbereit im Standort melden und den Dienst beenden.
Hintergrundinformation:
Nach § 19 Abs. 4 Niedersächsisches Brandschutzgesetz (NBrandSchG) müssen die Landkreise aus der Kreisfeuerwehr so genannte Kreisfeuerwehrbereitschaften aufstellen. Wenn ein Landkreis in mehrere Brandschutzabschnitte aufgeteilt ist, müssen in jedem Brandschutzabschnitt Kreisfeuerwehrbereitschaften aufgestellt werden.
Im Normalfall besteht eine Kreisfeuerwehrbereitschaft aus vier Zügen mit je 23 Feuerwehrangehörigen sowie eine Führungsstaffel aus sechs Feuerwehrangehörigen, also insgesamt 98 Mann. Bei der Aufstellung der Züge können aber je erforderlichenfalls auch erweiterte Züge gebildet werden, so dass die Personalstärke auch nach oben abweichen kann. Im Brandschutzabschnitt IV stellen die Stadt- bzw. Gemeindefeuerwehren, über deren Gebiet sich der Brandschutzabschnitt erstreckt -also Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze- die vier Züge und die Führungsstaffel.
Hier noch einige Fotos der Übung: